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Warum sich der Seerücken für Windenergieanlagen nicht eignet

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Auf dem Seerücken in Salen-Reutenen soll Wind Strom generieren. Dazu ist eine Industriebaute mit beeindruckenden Abmessungen geplant. Auf einer Fläche von 3 km² soll inmitten einer sensiblen Natur- und Kulturlandschaft und in nächster Nähe zum Wohnraum eine Windenergieanlage (WEA) mit sieben 200 Meter hohen Windrädern von je 3.45 MW Nennleistung entstehen. Der Rotor jedes Windrads misst 136 Meter im Durchmesser und dreht bei Normalbetrieb 13-16 mal pro Minute. Die Flügelspitzen erreichen Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h. Für Aufbau und Instandhaltung erfordert jeder Standort eine gewalzte, 4 Meter breite Zufahrt und einen 10'000 m² grossen Rangierplatz. Die Folgen einer solchen Entwicklung sind gravierend, nicht nur für Bewohner und Umwelt von Salen-Reutenen.

Die geplante Windenergieanlage verwandelt das hochgeschätzte Naturparadies in eine Industriezone, macht Lärm, erzeugt Infraschall, wirft Schatten, bedroht Gesundheit, verbreitet Unruhe, vernichtet Kulturland, rodet Waldflächen, zerstört Lebensraum, zerstört Erholungsgebiet, zerstört Landschaft, zerstört Idylle, bedroht und tötet geschützte Vögel (u.a. Rotmilan, Wanderfalke), bedroht und tötet Fledermauskolonien (u.a. Zweifarbfledermaus, Rauhautfledermaus), schränkt ein (Eiswurf im Winter), verdrängt Wild, bedrängt Waldreservat, entwertet Immobilien, beleuchtet die Nacht (Lichtschmutz), brüskiert UNESCO Weltkulturerbe Insel Reichenau, verschandelt Kulturlandschaft Untersee, bedroht Tourismus beidseits der Grenze, provoziert  deutsche Unterseegemeinden, bedroht konfliktfreies Zusammenleben im Grenzbereich und animiert zum Bau weiterer WEAs (z.B. Schienerberg).

Gemäss Energiestatistik 2017 des Schweiz. Bundesamts für Energie betrug der Anteil von Windstrom an der gesamten Stromproduktion 0.23%. Mit den sieben Windrädern aus Salen-Reutenen würde der Anteil bei einem geschätzten Nutzungsgrad von 25% auf 0.253% steigen. Fazit: Grosser Aufwand, wenig Ertrag.

Urs Ruch

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