Vom Lächeln der Oligarchen…
Ein politisches Pamphlet zu den kommenden Abstimmungen
Um es gleich vorwegzunehmen, kaum jemand missgönnt diesen, oft sehr tüchtigen und klugen Unternehmern ihren Wohlstand. Gerne dürfen sie ihr Leben an unseren schönsten Seen verbringen und es geniessen. Es ist aber kein Zufall, dass die Schweiz auch den internationalen Reichtum geradezu magisch anzieht. Nirgends auf der Welt sind die Steuern von Wohlhabenden tiefer und ihr Leben sicherer und freier. Und wir alle profitieren ja auch ein bisschen davon.
Unschön ist dabei nur, dass wir mit unserer Politik des heiligen Steuerwettbewerbs nicht nur unsere Kantone gegeneinander ausspielen, sondern dabei auch unseren Nachbarn Steuersubstrat entziehen, das sie selbst benötigen würden. Entziehen tönt harmloser als wegnehmen.
Unschön sind zum Beispiel auch Kopfprämien, die wir für unsere Krankenkassen bezahlen. Überall sonst werden Gesundheitskosten nach dem Einkommen berechnet, nur in der Schweiz nicht. So bezahlt ein Oligarch lächelnd den gleichen Betrag wie seine Putzhilfe.
Unschön oder schon eher unanständig wird es, wenn sich Politiker im Namen der Freiheit um internationale Vereinbarungen futieren, oder die Privilegien ihrer vermögenden Klientel noch ausbauen wollen.
Es gäbe also für unsere Politiker weiss Gott noch einiges zu tun, das allen Schweizern zugutekäme. Es soll sogar Parteien geben, welche die Probleme der Überfremdung nur dazu nutzen, um damit ihr populistisches Süppchen zu würzen. Ihre lächelndem Parteioligarchen schicken dann gerne ihre Bauern und Anhänger mit Hellebarden aufs Rütli. Dort dürfen sie dann laut über unbegrenzte Zuwanderung, Wohnungsnot, teure Krankenkassen und fremde Richter schimpfen. Die Schuldigen an diesen Missständen sind für sie klar: Zu viele Ausländer, Flüchtlinge und Sozialschmarotzer.
Augenfälliges fällt ihnen dabei nicht auf. Genau ihre politischen Schwergewichte sind es doch, die mit ihrer Politik der uneingeschränkten Freiheit für Unternehmen und Wohlhabende, die eigentlichen Treiber dieser Probleme sind. Sie merken auch nicht, warum ihre Oligarchen partout keine Bilateralen mit der EU wollen, denn dazu müssten sie anstelle von Hellebarden ihren Verstand gebrauchen.
Einer von vielen besorgten Schweizer

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