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Richtige Corona-Massnahmen?

Wir alle dürfen in einem schönen, relativ sicheren Land leben. Dafür wollen wir dankbar sein und dem wollen wir Sorge tragen, gerade in Notsituationen. Man fragt sich im Augenblick zurecht, ob dieses Denken auch bis in den höchsten Instanzen tatsächlich vorhanden ist.

Ist sich der Bundesrat eigentlich bewusst, dass er mit seiner teilweise widersprüchlichen Kommunikation die Bevölkerung zunehmend verunsichert? Seine Haltung ist inkonsequent und unbegreiflich. Kein Wunder, verhalten sich immer mehr Menschen hierzulande den nicht nachvollziehbaren Anordnungen gegenüber gleichgültig - und damit unvorsichtig. So wird genau das Gegenteil von dem bewirkt, was angestrebt ist.

Es darf doch nicht sein, dass man z. B. die Kantone in sogenannter Eigenverantwortung über eigentlich landesweit zu treffende Massnahmen bestimmen lässt. Seitens unserer höchsten Instanz bedeutet das nichts anderes als sich der Verantwortung zu entziehen – also unverantwortlich zu handeln. In diese Kategorie passen auch die unlogischen Entscheide über das was erlaubt und was verboten ist. Beinahe logisch hingegen erscheinen da die schüchternen Vermutungen, ob sich nicht da und dort ein leiser Lobbyismus dahinter verbergen könnte... Uns Bürgern fällt es nicht gerade leicht, die kontinuierlich sinkenden Fallzahlen, selbst unter Berücksichtigung der Virusmutationen, mit den fast täglich verbreiteten Mitteilungen über die exponentielle Ausbreitung der Pandemie, in Einklang zu bringen. 

Ja, wir können und wollen uns in der Schweiz an gescheite Anordnungen halten, das hat schon der Lockdown im Frühling gezeigt. Die zweckgebundenen Schummeleien machten allerdings schon damals stutzig. Also, was sollen die verunsichernden Informationen!?

Wir wär’s übrigens mit etwas mehr gelebter Empathie für die Menschen und ihre Bedürfnisse, also dem, was sie so vermissen und dringend bräuchten: Zwischenmenschlichkeit, grössere Hilfe gegen die tödlichen Ängste, gegen Isolation, Einsamkeit, finanzielle Nöte und der damit verbundenen Verzweiflung? Und bei so Vielen: für den Zugang zur Kultur? «Systemrelevanz» scheint hier offenbar mit Mitgefühl wenig zu tun zu haben.

Jacques Weisz

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