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Nasimi - Dichter des Friedens

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2019 wurde  in Aserbaidschan zum “Nasimi-Jahr“ erklärt. Nasimi spielte eine grosse Rolle in der Weltliteratur und dem philosophischen Denken der Menschheit. Er ist in einem von Wissenschafts- und Kulturzentren Aserbaidschans, Schamachi geboren, und hatte den Grossteil seines literarischen Erbes bestehend aus 20 Tausend Versen in seiner Muttersprache geschrieben.

Aus seinen Gedichten spriesst die Sehnsucht nach der Freiheit der Gedanken, für die er sich auch darüber hinaus einsetzte. Er brachte dabei seinen Glauben ohne Furcht zu Wort, indem er mit dem Satz "Ich bin die Wahrheit" den 500 Jahre vorher lebenden Halladsch wieder zu neuem Leben erweckte. Daher wurde in Nasīmīs Person eine Gefahr für das System gesehen. Nasīmī wurde auf Geheiss des ägyptischen Regenten Scheich-ul-Maayyid Seyfuddin in Aleppo festgenommen und hingerichtet, indem ihm die Haut vom Leibe gezogen wurde. Sein Leichnam soll eine Woche dem Volk zur Abschreckung zur Schau gestellt worden sein. Das erfolgte im Jahr 1417 n.Chr.

Der Richter, der Nasīmīs Todesurteil ausrief, behauptete dazu folgendes: „Nasīmī ist ein Ketzer. Der Ort, auf den sein Blut tropft, kann durch Waschen nicht mehr gesäubert werden. Diese Stelle müsste abgetrennt und weggeworfen werden.“ Als der Kadi mit dem Messer erstmalig auf Nasīmī einstach, traf ihn ein Blutstropfen Nasīmīs am Finger. Der Richter schnitt diesen Finger aber nicht ab. Daraufhin sagte Nasīmī im Sterben: „Du würdest für dein islamisches Recht nicht einmal deinen Finger abschneiden. Aber, wie du siehst, bade ich für meinen Glauben im eigenen Blut.“ Zeit seines Lebens hat er die selbstherrliche Religionsausübung von Hofgeistlichen angeprangert und ist letztendlich dafür auch gestorben.

Seine Gedichte, philosophischen Ideen und Ansichten motivieren Menschen zur Vereinigung um gemeinsame Werte und dem Frieden. Diese vernünftigen Ansichten haben an ihre Effektivität und Aktualität noch in der modernen Zeit nicht verloren.

Merlinda Dauti

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