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Flüchtlingstag: Solidarität mit Flüchtlingen weltweit

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Krieg, Zerstörung und Tod – täglich hören wir von neuen Terroranschlägen, fehlgeschlagenen Friedensverhandlungen und Unschuldigen, die dem Wahnsinn Anderer zum Opfer fallen. Die Folge: Menschen, die in riesigen Flüchtlingsströmen ihre zerstörte Heimat verlassen, um ein sicheres Leben zu führen. Eine Zukunft, das ist alles, was sie sich erhoffen. Aktuell sind laut UNHCR fast 68,5 Millionen Menschen auf der ganzen Welt auf der Flucht. Vorübergehend war Aserbaidschan weltweit das Land mit dem höchsten Anteil von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen an seiner Gesamtbevölkerung. Statistisch gesehen besitzt aufgrund des Bergkarabachkonflikts mehr als ein Achtel der Aserbaidschanischen Bevölkerung einen Flüchtlingsstatus.  Am ende das letztes Jahrhunderts Aserbaidschan hat ein brutalen Krieg mit Armenien wegen das eigene Gebiet Kharabakh. Der Krieg dauerte 7 Jahren.  Die Armenier veranstalteten am 13. Februar 1988 im Verwaltungszentrum von Berg Karabakh, der Stadt Hankendi (Stepanakert), eine Demonstration. Sie verlangten, dass Berg Karabakh von Aserbeidschan getrennt und an Armenien übergeben werden sollte. Danach folgten weitere Forderungen. Am 18. Februar 1988 trafen die ersten aserbaidschanischen Flüchtlinge in Baku ein. Rund 300.000 Aserbeidschaner wurden aus Armenien mit Gewalt vertrieben. Kurz gesagt, führten die Vorfälle seit 1988 dazu, dass mehr als 1 Million Aserbaidschaner zu Flüchtlingen wurden. Am Anfang des Jahrhunderts wurden die in Armenien lebenden Aserbeidschaner auf verschiedenen Wegen zur Umsiedlung gezwungen. 1927 bestanden 70 % der Bevölkerung von Eriwan aus Aserbeidschanern. In diesen Jahren wurden 130.000 Aserbaidschaner verbannt und rund 100.000 Armenier aus den Nahostländern in Eriwan angesiedelt. Diese Politik wurde auch in den folgenden Jahren weitergeführt. Den armenischen Historikern nach waren am Anfang des vorigen Jahrhunderts 2000 von insgesamt 2300 Dörfern in Armenien von Aserbeidschanern besiedelt. Nach 1936 wurden die aserbaidschanischen Ortsnamen geändert. 1991 wurden mit dem Befehl des armenischen Staatspräsidenten Levon Ter-Petrosyan die Namen von 90 aserbaidschanischen Dörfern geändert. Die Umbenennung hatte zwischen 1960 und 1970 unter Leitung der stellvertretenden Präsidenten der sowjetisch sozialistischen Republik Armeniens, Hovanes Bagdarasyan, begonnen. Nach Verbannungen und Vertreibungen, die zwei Jahrhunderte anhielten, mussten 1,5 Millionen Aserbeidschaner ihre Heimat verlassen und wurden aus Armenien zur Auswanderung gezwungen. Die Verbannung wurde 1988 vollendet. Heute kann man in Armenien nicht einen einzigen Aserbeidschaner finden. 1988 machten die Armenier 88,6 Prozent der Bevölkerung in Armenien aus. Anfang des Jahrhunderts war die Fläche von Armenien 9.000.000 Quadratkilometer. Dank aserbaidschanischer Territorien expandierten die armenischen Territorien inzwischen auf 29.800.000 Quadratkilometer. Davon sind die in den letzten Jahren besetzten Gebiete ausgeschlossen.  Es ist Tatsache, dass sich der Druck Russlands und Armeniens auf Aserbeidschan verstärkt hat. Aserbaidschan steht kurz davor, sich in einen Libanon zu verwandeln. Die Gefahr der Teilung besteht weiterhin. Die Armenier halten zurzeit immer noch den Laçin Korridor, der Berg Karabakh und Armenien verbindet, unter Kontrolle. 20 Prozent der aserbaidschanischen Territorien stehen unter armenischer Besetzung. Fast jeden Tag bekommen wir die Informationen über die Zerstörungen und die Entweihen der altertümlichen aserbaidschanischen Friedhöfe, der Denkmäler und der altertümlichen Bauten sich befindend auf das Territorium Armeniens oder besetzten von ihm Karabakh.  Die Resolutionen Nr. 822, 853, 874 und 884 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen fordern den… „sofortige, vollständige und bedingungslose Abzug der Besatzungskräfte aus allen besetzten Gebieten Aserbaidschans und die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimatort“.  Bedauerlicherweise hat Armenien bisher keine dieser Sicherheitsratsresolutionen umgesetzt. 

ELMAN MURADOV

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