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Eine Welt ohne Kriege

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Das International Institute for Strategic Studies zählt derzeit 41 bewaffnete Konflikte in der Welt, und momentan hat man den Eindruck, jede Woche käme ein neuer dazu.
 
Die Chodschali-Tragödie war bislang das schlimmste Massaker an unschuldigen Zivilisten in der modernen Zeit im Kaukasus. Daher wird der Name Chodschali von Aserbaidschanern und Angehörigen anderer Völker, die in dieser Region leben, mit Schmerz, Sorge und Brutalität gleichgesetzt. Chodschali ist die tragischste Seite in der Geschichte des unabhängigen Aserbaidschan.  In der Nacht vom 25. Februar 1992 waren Hunderte wehrloser Einwohner der aserbaidschanischen Kleinstadt Chodschali brutal ermordet worden, als armenische Streitkräfte die Stadt mit Hilfe russischer Truppen einnahmen und dem Erdboden gleichmachten. 613 Aserbaidschaner, darunter 106 Frauen und 83 Kinder, wurden durch armenische und russische Streitkräfte getötet. Ganze Familien wurden ausgelöscht, 1275 Menschen gefangen genommen und weitere 1000 versehrt oder verkrüppelt. Dazu wurden 150 als vermisst gemeldet.
Vor wenigen Jahren noch redeten Politiker, Diplomaten und Konfliktforscher von einer neuen Ära nach dem Kalten Krieg, von einer Epoche der Abrüstung, der Friedensdividende und zivilen Konfliktlösung. Schlichtung statt Schlacht. Und jetzt? Wird die Hoffnung auf eine friedliche Welt endgültig zur Illusion? 
 
Der Frieden ist der Normalfall, der immer wieder von kriegerischen Katastrophen unterbrochen wird. Aus dieser Sicht ist der Krieg kein produktives, sondern immer ein störendes, ein zerstörendes und verrohendes Ereignis, das unbedingt verhindert werden muss. Der Jahrestag sollte darüber hinaus Anlass sein, die bisherigen Formen der Konfliktbewältigung zu überdenken und nach neuen Impulsen für eine Friedenslösung zu suchen. Der Konflikt um Berg-Karabach darf nicht in Vergessenheit geraten. Eine friedliche Konfliktlösung würde unmittelbar positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse in der gesamten Region auslösen. Und Stabilität im Südkaukasus ist auch für die Schweiz und für Europa insgesamt von großem Interesse.
ELMAN MURADOV

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