Ich habe heute mit Interesse Ihre Diskussion über die Frage, ob der Winterthurer Imam, der in der Moschee bei seinen Predigten zur Tötung von Muslimen, welche nicht das Freitagsgebet besuchen, aufgerufen hat, nun allenfalls endgültig nicht ausgeschafft werden kann, weil die Berichterstattung ihn zu einer prominenten Person macht. Ich kann nicht nachvollziehen, warum dies der Fall sein kann. Es gibt Fälle, wo ein Ausländer, der bisher keine Probleme mit seinem Heimatland hattte, in der Schweiz zum "refugié sur place" werden kann. Entweder ist in seiner Heimat ein Regime an die Macht gekommen, das ihn nun verfolgt, oder er hat durch sein eigenes Handeln Gründe geschaffen, weshalb ihn sein Heimatland nun verfolgt. Beim sog. "Hassprediger" ist weder das eine noch das andere der Fall. Er ist ja als Imam in die Schweiz gekommen und hat dort die dschihadistische Seite des Korans gepredigt. Deshalb ist er von unserer Justiz verturteilt worden. Er hat aber weder als Imam noch als gewöhnlicher Veururteilter die Interessen von Aethiopien verletzt. So sehe ich das. Gründe, wie er die Interessen seines Heimatlandes nun verletzt haben könnte, finden sich in der heutigen Berichterstattung jedenfalls nicht. Ich sehe deshalb nicht, warum der Zürcher Regierungsrat nun gleichsam durch eigene Dummheit das verhindern könnte, was er ja anstrebt. Nämlich die möglichst baldige Ausschaffung des dschihadistischen Predigers.
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